Vereinsgeschichte

Der Faszination des Fußballsports konnte sich auch eine Kleingemeinde wie St. Oswald nicht entziehen. So fanden sich immer wieder junge Menschen zusammen, um diesen Mannschafts-sport zu betreiben. Vorwiegend wurde auf ebenen Wiesenflächen, im Innenhof oder auf der Straße dem "runden Leder" nachgejagt. Zu dieser Zeit gab es keine großen Spiele. Aber einige sind in Erinnerung geblieben, wie das legendäre Match Fünfling gegen Fell.

Mitte der Siebziger Jahre fanden sich einige Ambitionierte, deren Ziel es war, eine Mannschaft aufzubauen, die sich mit denen aus anderen Gemeinden bei Freundschaftsspielen und Turnieren messen konnte. Johann Tober und Johann Wimmer waren die ersten Betreuer dieser Gemein-schaft und legten dadurch den Grundstein für den heutigen Fußballklub.

Diese erste Mannschaft, die sich FG St.Oswald (Fußballgruppe St. Oswald) nannte nahm an kleinen regionalen Meisterschaften teil. Die Wettspielpartner von damals waren Bärenkopf, Dorfstetten, Nöchling, Traunstein, Waldhausen und Yspertal. Zur offiziellen Gründung eines Fußballvereins in St. Oswald war somit nur mehr ein kleiner Schritt notwendig.

Die Gründungsversammlung wurde am 31. März 1979 von Wolfgang Hinterndorfer einberufen und eröffnet. In dieser ersten Generalversammlung wurde der FC St.Oswald aus der Taufe gehoben und man entschied sich, den neuen Fußballclub St. Oswald beim NÖ Fußball-verband anzumelden und ab Herbst 1979 am Meitsterschaftsbetrieb der 2.Klasse Erlauftal-Pielachtal teilzunehmen.

Seit Herbst 1980 spielt der FC-ST.Oswald in der 2.Klasse Yspertal. Aufbau und Organisation des neuen Vereins wurden ebenfalls in der ersten Generalversammlung festgelegt.

Der FC-St.Oswald, mit den Vereinsfarben Orange-Schwarz, bezweckt die Ausübung und Förderung des Fußballsports. Er ist als ideeller Verein organisiert. Die laufenden Angelegenheiten des Vereins besorgt der Vorstand, der durch die Generalversammlung in geheimer Wahl alle zwei Jahre bestellt wird und für die ordnungsgemäße Geschäftsführung verantwortlich ist. Der Verein kennt nur ordentliche Mitglieder, daher sind Rechte und Pflichten für alle Vereinsmitglieder gleich. Daneben verleiht der Verein Personen für besondere Verdienste die Ehrenmitgliedschaft.

Der Vorstand der ersten Stunde setzte sich aus folgenden Funktionen und Personen zusammen:

Obmann:
Obmannstellvertreter:
Schriftführer:
Schriftführerstellvertreter:
Kassier:
Kassierstellvertreter:
Trainer:
Jugendbetreuer:

Ehrenpräsident:
   Hinterndorfer Wolfgang
Fischl Johann
Fischl Leopold
Wiesmüller Günter
Schwarzl Siegfried
Eder Johann
Bauer Alois
Hinterndorfer Bernhard
Leonhartsberger Johann
Dr. Puchstein Hans

Wolfgang Hinterndorfer legte im Jahr 1993 nach 14-jähriger erfolgreicher Arbeit sein Obmannmandat nieder. Er bleibt dem Verein nach wie vor verbunden und steht ihm mit Rat und Tat jederzeit zur Seite.

Der Sportplatz
Der größte Wunsch jeder "jungen" Fußballmannschaft ist ein eigener Fußballplatz mit den dazugehörigen Anlagen, um auch vor "heimischem Publikum" spielen zu können. Das ideale Grundstück für einen eigenen Fußballplatz wurde sehr bald gefunden und von Frau HL Anna Reutner im Rahmen eines Pachtvertrages zur Verfügung gestellt.

Dem Idealismus der Gründungsmitglieder, allen voran dem damalige Obmann Wolfgang Hinterndorfer, ist es zu verdanken, daß bereits im ersten Meisterschaftsjahr (1979/80) ein bespielbarer Fußballplatz zur Verfügung stand. Die ganze Einsatzbereitschaft und eine Unzahl an freiwilligen Arbeitsleistungen der Vereinsmitglieder wären aber umsonst gewesen, wenn nicht Gemeinde, Land, Sporttoto und private Gönner die Finanzierung gesichert hätten.

Das Spielfeld mit den Ausmaßen 100m x 60m und die Umzäunung wurden im Rahmen eines Sportfestes im Juli 1979 feierlich eröffnet. Die in Eigenbau errichtete Kabinenanlage mit Stromgenerator und Flutlichtanlage konnte im Sommer 1984 fertiggestellt werden. Für die Anschaffung eines notwendigen Rasenmähtraktors zur Rasenpflege standen in den schweren Anfangsjahren keine finanziellen Mittel zur Verfügung, daher wurde ein geeigneter Traktor aus verschiedenen Einzelteilen zusammengebaut. Nach fast zwei Jahrzehnten ist dieser kleine Traktor einsatzfähig wie am ersten Tag.

Einen wichtigen Teil der Sportausrüstung stellen Fußbälle und Fußballdressen dar. Zahlreiche Spender und Sponsoren sorgten für die Ausrüstung.

 

Sportliche Erfolge und Spielbetrieb

Das Ziel jeder Fußballmannschaft ist der Wettbewerb mit anderen Mannschaften, diese in einem sportlichen Wettkampf zu besiegen und die Meisterschaft zu gewinnen. Obwohl der SKV St.Oswald bisher noch keine Meisterschaft gewonnen hat, konnten immer wieder schöne Erfolge gefeiert werden. Den ersten Meisterschaftssieg konnte der FC St.Oswald mit einem 4:3 gegen den SV Kilb in St. Oswald feiern.

Der bisher größte Erfolg ist der Gewinn der Herbstmeisterschaft im Herbst 1993, in der Endabrechnung reichte es aber nur für den dritten Platz. Alle bisherigen Meisterschaftsplatzierungen können unter Erfolge nachgelesen werden.

Der sportliche Erfolg hängt auch sehr wesentlich vom Engagement und dem Einsatz der Trainer und Betreuer ab. Mehr als ein Jahrzehnt lang lag die sportliche Leitung in den Händen von ehrenamtlichen Spielertrainern, danach folgten zwei Trainer und seit Herbst 1996 hat die sportliche Führung ein Spielertrainertrio (siehe auch Trainer).

An dieser Stelle muß auch der langjährige Betreuer und Masseur Alois Bauer erwähnt werden, der sich seit der Vereinsgründung bis zur Spielsaison 95/96 um die Gesundheit der Spieler bemühte und dabei kein Meisterschaftsspiel versäumt hat.

Damit sportliche Erfolge erzielt werden können, muß neben der Betreuung auch der allgemeine Spielbetrieb funktionieren. Dazu gehören die Rasenpflege, Pflege und Wartung der Kabinenanlage mit Stromgenerator und Flutlichtanlage, die Instandhaltung des Mähtraktors und die Reinigung der Spielerdressen. Sowie alle jene kleinen, schein-bar unbedeutenden Arbeiten, die man nur bemerkt. wenn sie unerledigt bleiben.

Für die Aufrechterhaltung dieses Spielbetriebes benötigt der Verein ein Budget in der Höhe von ca. 100.000 öS pro Jahr. Dieses wird folgendermaßen aufgebracht: Erlöse aus Veranstaltungen Eintrittsgeld und Getränkeverkauf am Sportplatz Mitgliedsbeiträge Unterstützung durch die Gemeinde Neben der Teilnahme am Meisterschaftsbetrieb mit Kampfmannschaft, Reserve und Nachwuchsmannschaften wird auch seit längerer Zeit Vergnügungsfußball betrieben. So bestand in den Jahren von 1984/85 eine Damen-fußballmannschaft, die von Gerhard Eder betreut wurde und seit 1983 existiert die Hobbyfußballmannschaft "Groshupfa".

Nachwuchsbetreuung
Eines der wichtigsten Elemente der Vereinsführung ist die Betreuung von Nachwuchsmannschaften und das Heranführen dieser jungen Spieler zur Kampf-mannschaft oder Reserve. Denn dadurch kann das Fortbestehen eines Vereins auf längere Zeit gesichert werden.

Daher wurde bereits in den Gründungsjahren mit der Nachwuchsbetreuung begonnen und im Herbst 1979 konnte die erste Nachwuchsmannschaft am Meisterschaftsbetrieb der Jugendgruppe Erlauftal teilnehmen. Bisher konnten ca. 40 Jugendspieler aus St.Oswald an verschiedenen Nachwuchsmeisterschaften teilnehmen und so ihre Freizeit sinnvoll gestalten.

Aufgrund eines steigenden Freizeitangebotes für Jugendliche und der geburtenschwachen Jahrgänge war die Zusammenstellung von homogenen Nachwuchsmannschaften in den einzelnen Altersstufen nicht immer möglich. Aus diesem Grunde wurden im Nachwuchsbereich immer wieder Spielgemeinschaften mit Nachbarsportvereinen eingegangen, da diese mit den gleichen Problemen konfrontiert waren. Insbesondere mit den Sportvereinen aus Yspertal und Nöchling war eine derartige Zusammenarbeit immer wieder fruchtbar, sodaß viele St. Oswalder Nachwuchsspieler in die Kampfmannschaft eingegliedert werden konnten und dort zu wertvollen Spielerpersönlichkeiten heranreiften.

Das Führen einer Nachwuchsmannschaft ist nicht immer leicht und fordert von den Betreuern hohe persönliche Opferbereitschaft. Aber alle diese Anstrengungen werden durch sportliche Erfolge und begeisterte Kinder und Jugendliche belohnt. Alle bisherigen Nachwuchstrainer finden Sie unter Trainer.

Da es an motivierten Betreuern mangelt betreut der SKV St.Oswald 1997 keine eigene Nachwuchsmannschaft, sondern bringt seine jungen Spieler nach Nöchling und nach Ysper.

Seit 1995 dürfen auch Mädchen an Nachwuchsmeisterschaften bis zur Altersstufe U12 teilnehmen.