Zehn kleine Negerlein
von Agatha Christie
2001/2002


 Personen Darsteller
Emily Brent Margit Hinterndorfer
Vera Claythorn Eva Steinkellner
Stella Rogers Christa Muthenthaler
Thomas Rogers Peter Fichtinger
William Blore Leopold Leonhartsberger
Sir Lawrence Wargrave Martin Hinterndorfer
Philip Lombard Leopold Fischl
Dr. Armstrong Bernhard Kremser
Anthony Marston Leopold Hilber
General Mackenzie Viktor Hinterndorfer


 Betreuung  
Regie: Viktor Hinterndorfer
Bühne: Leopold Hilber, Zimmerei Hans Eder, freiwillige Helfer des SKV
Maske: Gitti Eder
Licht, Ton: Bernhard Hinterndorfer, Markus Wurzer
Souffleuse: Agnes Hinterndorfer
Plakat, Programm: Martin Hinterndorfer


 Zum Stück  
Zehn Personen, die einander fremd sind, finden sich auf Einladung eines Herrn Onym in einer feudalen Villa auf einer einsamen Insel ein - jedoch der Gastgeber selbst ist verhindert und erscheint nicht.
Abgeschnitten von der Außenwelt sind sie so gezwungen, gemeinsam ein Wochenende auf dem Anwesen zu verbringen. Ungemütlich wird es, als eine fremde Stimme jeden einzelnen eines Verbrechens anklagt und kurz darauf einer aus der Gesellschaft stirbt.
Doch das soll nicht der letzte Tote an diesem Wochenende sein ...


 Zur Autorin  
Agatha wird am 15. September 1890 in Torquay, einem Badeort an der Westküste Englands, geboren. Als Erwachsene betont sie immer wieder, wie glücklich ihre Kindheit verlaufen ist. Ihre Mutter legt Wert darauf, dass Agatha zu Hause unterrichtet wird, daher besucht das Mädchen erst als es 15 Jahre alt ist ein Pensionat in Paris. Auf einem Ball lernt Agatha ihren ersten Ehemann, Archibald Christie, kennen und heiratet ihn 1914. Ihre Tochter Rosalie wird 1919 geboren. Während des Ersten Weltkrieges arbeitet sie freiwillig als Krankenschwester und Apothekergehilfin. Dabei eignet sie sich Kenntnis über die verschiedenen Gifte an - ein Wissen, das sie in ihren Büchern verwerten kann. In dieser Zeit beginnt sie auch zu schreiben. Berühmt wird Agatha 1926 mit dem Werk "Alibi" / The Murder of Roger Ackroyd. Trotzdem verläuft dieses Jahr nicht glücklich: Archibald hat sich in eine andere Frau verliebt, er will die Scheidung. In dieser Situation verschwindet Agatha und ist elf Tage lang nicht auffindbar. Das ganze Land sucht sie, und schließlich wird sie in einem Hotel in Harrogate gefunden. Sie leidet unter Gedächtnisverlust und begibt sich in ärztliche Behandlung. Die Ehe wird 1928 geschieden. 1930 lernt die Schriftstellerin während eines Besuchs der Ausgrabungen von Ur den um vierzehn Jahre jüngeren Max Mallowan kennen. Die beiden heiraten noch im selben Jahr. Der Nahe Osten hat Agatha schon längere Zeit interessiert. Von nun an begleitet sie ihren Mann zu vielen seiner Ausgrabungen und arbeitet auch aktiv mit. "Zehn kleine Negerlein" entsteht als Novelle mit dem Titel "Ten little niggers" im Jahr 1939. Das Stück wird 1943 in London als "Ten little indians" uraufgeführt. Von dem Stoff entstehen auch 4 Filmversionen. 1973 erleidet Agatha einen Schlaganfall und beendet ihre schriftstellerische Tätigkeit. Sie stirbt am 12. Jänner 1976 an den Folgen einer Erkältung.


 Wir bedanken uns herzlichst  
- beim Stift Melk (Pater Martin) für die Möbelleihgabe
- beim Seminar Melk für die Lichtleihgabe und
- bei Anni und Hans Wimmer für die jahrelange freundliche Aufnahme


 Zehn kleine Negerlein  

Zehn kleine Negerlein,
die tranken ein Glas Wein.
Das erste, das verschluckte sich -
da waren's nur noch Neun.

Neun kleine Negerlein,
die schliefen in der Nacht.
Eines wachte nicht mehr auf -
da waren's nur noch Acht.

Acht kleine Negerlein,
die suchten rote Rüben.
Eines blieb allein zurück -
da waren's nur noch Sieben.

Sieben kleine Negerlein,
die trafen eine Hex'.
Sie winkte einem mit der Axt -
da waren's nur noch Sechs.

Sechs kleine Negerlein,
die gingen ohne Strümpf.
Das eine auf die Schlange traf -
da waren's nur noch Fünf.

Fünf kleine Negerlein,
die irrten in der Tür.
Das eine in die Falle fiel -
da waren's nur noch Vier.

Vier kleine Negerlein,
die hörten das Geschrei
der Möwen, und sie folgten ihm -
da waren's nur noch Drei.

Drei kleine Negerlein,
die treiben Wilderei.
Das eine fraß ein wilder Bär -
da waren's nur noch Zwei.

Zwei kleine Negerlein,
die letzten des Vereins.
Die gingen aufeinander los -
da gab es nur noch Eins.

Ein kleines Negerlein
das fürchtete sich sehr.
Nahm einen Strick und hing sich auf -
und dann gab's keines mehr ...



 Videos  
Negerleinsong (1,06 MB)
Zyankali (231 KB)


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