Floh im Ohr
von Georges Feydeau
2005


Regie:
Viktor Hinterndorfer
 
Bühnenbild:
Leopold Hilber
 
Technik:
Hans Eder
Andreas Leonhartsberger
Dieter Wimmer
Gerhard Hinterndorfer
 
Souffleuse:
Monika Hinterndorfer
 
Maske:
Claudia Hilber
 
Bühnenbau:
Peter Poschenreithner
Christian Hilber
Andreas Gebetsberger
Peter Hofer
Johann Forsthofer
Reinhard Kampleitner
Leopold Baumberger
Michael Baumberger
Ferdinand Hilber
Manfred Hilber
Markus Wurzer
Jürgen Wurzer
 
Schneidereiarbeiten:
Maria Hinterndorfer
Hannerl Hinterndorfer


 Stück in 3 Akten  
In der Post findet Raymonde Chandebise ein paar Hosenträger ihres Mannes, die sie ihm selbst erst kürzlich geschenkt hatte - der Absender ist ein Hotel von äußerst zweifelhaftem Ruf. Schnell vermutet Raymonde, dass ihr Mann sie betrügt - doch sie will Gewissheit und lockt ihren Gatten daher mithilfe ihrer Freundin Lucienne in das besagte Etablissement. Damit nimmt eine der turbulentesten Komödien der Theatergeschichte ihren Lauf. Verwechslungen, anonyme Briefe, üble Verdächtigungen, Notlügen und aberwitzige Zufälle sowie allerlei merkwürdige Figuren sorgen für eine Menge amüsant-grotesker Verwirrung.


 Georges Feydeau  
Georges Feydeau wurde 1862 geboren. Seine ganze Leidenschaft gehörte dem Theater, an das ihn der Vater schon früh herangeführt hatte. 1882 wurde sein erstes Stück mit einigem Erfolg aufgeführt. Nach einjährigem Militärdienst nahm er eine Stelle als Sekretär im Theatre de la Renaissance an, wo 1886 sein erstes abendfüllendes Stück "Tailleur pour dames" Premiere hatte und ein Riesenerfolg wurde. Feydeau heiratete die Tochter des angesehenen Porträtmalers Carolus-Duran, musste aber bis 1892 warten ehe ihm mit "Monsieur chasse" der wirkliche Durchbruch gelang.

Georges, zunächst glücklicher Familienvater, fühlte sich zunehmend unzufrieden und verbrachte die meiste Zeit außer Haus. 1909, nach einem besonders heftigen Streit, verließ er die Familie und ließ sich im Hotel Terminus nieder. Hier lebte er die nächsten 10 Jahre. Nur selten ging er vor 6 Uhr morgens in sein Hotel.
1916 erschien sein letztes Stück und wurde auch seine Ehe geschieden. Die Folgen einer Syphilis, die er sich bei einer Prostituierten geholt hatte, führten 1919 zur Einweisung in eine Anstalt. Er starb am 5. Juni 1921 in Rueil Malmaison.

La Belle Epoque

Feydeaus Karriere umfasste den Zeitraum der als "La Belle Epoque" bezeichnet wird. Nach der Niederlage im Krieg von 1870 fand man um 1890 wieder zum normalen Leben zurück, die frivole Ausgelassenheit des 2. Kaiserreichs bestimmte wieder das Leben des Boulevards. Feydeaus Figuren sind hauptsächlich mit ihren Vergnügungen beschäftigt. Man nahm das Leben als Schauspiel.

Feydeaus Theater

Hauptmotiv seiner Stücke war der Betrug. Obwohl das Leben kurz ist, sagt Feydeau einmal, wird es uns doch langweilig. Seine Figuren entdecken unweigerlich, dass ihnen das ganze In-Bewegung-Setzen einer Maschinerie, die sie zermalmt, letztendlich nichts eingebracht hat. Von sich selbst ins Rollen gebracht, wird der Mensch zum Spielball des Schicksals. Aber Feydeau gesteht seinen Figuren keine tragische Größe zu, sie sind am Ende so winzig wie zu Beginn.



 Wir bedanken uns sehr herzlich  
- bei der Tischlerei und Raumausstattung Uhrmann
- bei KFZ Leopold Holzapfel
- bei BSF Fichtinger
- beim Frisörsalon Veronika
- beim Stift Melk
- bei Anni und Hans Wimmer
für die Unterstützung


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