14. Runde - 1. April 2007
U23 5:0 (1:0) |
Schiedsrichter: Franz Müllner III
| aufstellung: |
TM 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 |
Christoph Schwarzl |
| Ersatz: |
| ET Michael Fuchs 12 Andreas Leonhartsberger 13 Gerhard Palmanshofer 14 Bernhard Kremser |
| Spielertausch: |
| 70. Minute: Gerhard Palmanshofer für Leopold Fischl |
| Karten: |
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Gelb: |
| Tore: |
0:1 - xx. Minute: Andreas Poschenreithner |
| Spielbericht: |
Unglückliche Niederlage für den SKV in Raxendorf Im ersten Spiel der Frühjahrssaison auswärts in Raxendorf gab Christian „Grilli“ Leonhartsberger sein Debüt als Spielertrainer für den SKV St. Oswald. Alle anderen Oswalder Spieler hatten eher schlechte Erinnerungen an die erste Begegnung mit den Raxendorfern, hatte es doch zu Hause ein echtes Debakel gegeben (2:8 - damals noch unter Trainer Fellner). Auch die Tabellensituation sprach für die Gastgeber, dementsprechend traten die Oswalder mit einer defensiv ausgerichteten Taktik an. Der Trainer schickte eine neu formierte Abwehrreihe aufs Feld: Michael Baumberger (21) als Libero, unterstützt von den beiden Manndeckern Dieter Wimmer (18) und Daniel Hinterleitner (19). Den väterlichen Rückhalt für diese „Jugendbande“ verkörperte Tormann-Urgestein Christoph Schwarzl (30+, aus Respekt vor dem Alter wird hier keine genaue Zahl angegeben). Vor der Abwehr sollte ein massives 6er-Mittelfeld mit durchwegs routinierten Spielern die gegnerischen Angriffe schon rechtzeitig vor der Gefahrenzone stoppen. Eine Sonderaufgabe bekam Karl Wurzer zugeteilt, er musste den neuen tschechischen Spielmacher der Raxendorfer bewachen. Karl machte seine Sache ganz ausgezeichnet, der Tscheche konnte nur selten Gefahr erzeugen. Den Ein-Mann-Sturm bildete Reinhard Kampleitner. Mit viel Laufarbeit und großem Einsatz beschäftigte er immer wieder die gegnerischen Verteidiger und kam auch zum Torerfolg (79.). Aber der Reihe nach: Die Raxendorfer begannen wie erwartet sehr druckvoll und kamen auch zu guten Chancen. Bei einem Kopfball übers Tor und drei Lattentreffern (1x wäre Christoph Schwarzl zur Stelle gewesen, 1x wurde ein an sich ungefährlicher Schuss gefährlich an die Latte abgefälscht, 1x landete eine abgerissene Flanke von oben kommend auf der Latte) hatten die Oswalder Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Bei einem Schuss aus kurzer Distanz reagierte unser Tormann großartig und rettete zur Ecke. Auch wenn für das Tabellenschlusslicht nach vorne nur wenig zusammenlief, stand doch zur Pause die Null und die Raxendorfer wurden langsam nervös. Einsatz und taktische Disziplin waren in Ordnung. Man konnte sehen, dass die Oswalder mit einem stärker eingeschätzten Gegner zwar nicht spielbestimmend aber doch mithalten konnten. Halbzeit zwei begann mit einem Knalleffekt: In der 50. Minute erkämpften sich die Oswalder im Mittelfeld den Ball und brachten eine hohe Flanke in den Strafraum. Die Raxendorfer brachten den Ball nicht weg und aus dem entstandenen Gestocher spitzelte Andi Poschenreithner den Ball aus kurzer Distanz zum 0:1 ins Tor. Nun mussten die Gastgeber endgültig einsehen, dass ihnen im Vergleich zum Herbst ein punkto Motivation und Siegeswillen stark verbesserter Gegner gegenüberstand. Schienen sie zunächst noch etwas von der Rolle aufgrund des überraschenden Rückstands, fiel ihnen in der 56. Minute ein zwar nicht ganz faires, aber effektives Gegenmittel aus dem Bereich der Ornithologie ein. Obwohl auch am 1. April eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, setzte der Kapitän der Raxendorfer (in seiner Nebenfunktion ist er König der genannten Vogelart), zu einem Sturzflug samt Lustschrei im Oswalder Strafraum an. Zugegeben war eine sanfte Berührung durch Manndecker Dieter Wimmer vorangegangen, dieser hätte wohl aber sogar ein Kleinkind spielend standgehalten. Zwar kann eine einzelne Schwalbe nicht in den Verlauf der Jahreszeiten eingreifen, sie kann aber sehr wohl einen Schiedsrichter und damit potenziell den Spielstand eines Fußballmatches beeinflussen. Der Mann in Gelb, dem man eine gewisse Heimtendenz nicht absprechen konnte, zeigte ohne Zögern auf den Elfmeterpunkt und das Unglück nahm seinen Lauf. Allerdings nicht für die Oswalder, sondern für den armen Raxendorfer Schützen, der sich ob der offensichtlichen Ungerechtigkeit zum Rächer der Enterbten hochstilisierte und Christoph Schwarzl mit einem schwach geschossenen Elfer zum Elfmeterkiller machte. Es blieb also bei der Oswalder Führung. Der Schiedsrichter war allerdings nach wie vor überzeugt, dass er mit seiner Entscheidung richtig gelegen hatte und ihn plagte – völlig unbegründet - ein schlechtes Gewissen, dass die Raxendorfer immer noch zurück lagen. Mit dem Gerechtigkeitssinn des Raxendorfer Schützen hatte er nun wirklich nicht rechnen können. So kam es, dass er zwei mit Gelb vorbelasteten Raxendorfern (es handelte sich dabei um den bereits vorhin genannten Monarchen sowie den als ausgesprochenen Menschenfreund bekannten Libero) trotz heftigster Bemühungen von deren Seite (Foul ohne Ball, Halten, Insultierung, Grätschen von hinten) die zweite Gelbe und damit die vorzeitige Dusche verweigerte. Über die Motive der beiden kann hier nur spekuliert werden, möglicherweise wollten sie nichts mehr mit der drohenden Niederlage gegen den Tabellenletzten zu tun haben. Jedenfalls blieben die Raxendorfer vollzählig und kamen in der 63. Minute und mitten in die stärkste Phase der Oswalder hinein zum Ausgleich. Wieder spielte der Schiedsrichter eine Hauptrolle. Zunächst verhängte er einen fragwürdigen Freistoss an der linken Flanke. Die Oswalder Abwehr war bei der langen Freistossflanke schlecht postiert und ein Stürmer kam aus kurzer Distanz zum Kopfball. Christoph Schwarzl wollte den Ball wegfausten, traf aber den Ball nicht richtig. Dieser bekam einen Rückwärtsdrall und flog langsam Richtung langes Eck. Bevor er sich endgültig zu Boden senkte schlug Dieter Wimmer im Rutschen mit dem Fuß den Ball ins Feld zurück. Der Schiedsrichter zögerte zunächst, entschied aber dann wie so oft an diesem Tag im Zweifel für die Heimmannschaft. Angesichts des johlenden Heimpublikums fehlte dem Pfeifenmann offensichtlich der Mut, dem Regelwerk Geltung zu verleihen. Dieses sieht bekanntlich vor, dass nur dann auf Tor entschieden werden darf, wenn der Schiedsrichter sicher ist, dass der Ball mit vollem Umfang die Torlinie überschritten hat. Das 1:1 sorgte leider für viel Verwirrung in der Oswalder Mannschaft. Nur 2 Minuten später verloren sie im Angriff den Ball und die Raxendorfer starteten einen schnellen Konter. Daniel Hinterleitner und Michael Baumberger hätten eingreifen können, sprangen bzw. rutschten jedoch jeweils am Ball vorbei. Schließlich stand Dieter Wimmer allein gegen 2 Stürmer. Ein nach vorne gespielter Querpass war die logische Folge. Aus abseitsverdächtiger Position erzielte der Raxendorfer Stürmer das 2:1. Die Oswalder spielten in der Folge viel mutiger als in der ersten Halbzeit, große Torchancen schauten aber nicht heraus. Vielmehr erzielten die Raxendorfer ihr erstes unzweifelhaft reguläres Tor an diesem Tag. Im Zuge eines Konters gelang dem rechten Mittelfeldspieler ein sehenswerter Wechselpass auf die linke Seite. Toni Baumberger kam einen Schritt zu spät, sein Gegenspieler nahm den Ball schön mit der Brust mit und verwertete eiskalt ins lange Eck zum 3:1. Nun war sich auch der Unparteiische sicher, dass die laut Tabelle stärkere Mannschaft das Spiel gewinnen würde und begann wieder neutral zu pfeifen. Der Raxendorfer Trainer reagierte sehr umsichtig und tauschte sofort den akut rot-gefährdeten Libero aus.
von Bernhard Kremser |
| aufstellung U23: |
TM 2 5 6 7 9 10 11 12 15 16 |
Michael Fuchs |
| Ersatz U23: |
| 13 Sascha Rapolter 4 Hannes Reutner |